Über uns

Wir sind das Regionalzentrum für Bildung für nachhaltige Entwicklung der Stiftung Natur und Landschaft Westmünsterland, kurz BNE-Regionalzentrum Stiftung NLW

Die Stiftung Natur und Landschaft Westmünsterland (Stiftung NLW) ist in Kooperation mit dem Bildungswerk der Biologischen Station Zwillbrock e.V. und dem Kreis Borken seit April 2019 als Regionalzentrum im Landesnetzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ anerkannt.

Ausführliche Informationen über unser Team, über das, was uns leitet, wie wir pädagogisch arbeiten und wie wir das Thema Nachhaltigkeit in unserer Organisation konkret umsetzen, erhalten Sie über die Buttons oder weiter unten auf der Seite.

Gefördert durch:

Unser Team

Im BNE-Regionalzentrum Stiftung NLW arbeiten 4 feste Mitarbeiterinnen:

  • Dr. Stefanie Bölting (Master of Science Biologie, Promotion in Biologie) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • Bettina Hüning (Diplom Landschaftsökologin) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • Regine Kern (Diplom Biologin / 1. Staatsexamen Biologie/Chemie) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • Andrea Mensing (Diplom Betriebswirtin) ist Verwaltungsfachkraft

Wir freuen uns auf Sie und auf euch!

Dr. Stefanie Bölting, Bettina Hüning und Regine Kern (v.l.n.r.) sind Ihre Ansprechpartnerinnen in Sachen BNE und helfen gerne weiter (c) Stiftung NLW

Unser Leitbild – Einfache Sprache

Wir sind das BNE-Regionalzentrum im Kreis Borken zusammen mit dem Bildungswerk der Biologischen Station Zwillbrock und dem Kreis Borken.

BNE bedeutet Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Alle Menschen sollen wissen, dass jeder und jede etwas für eine bessere Welt tun kann!

Wir wollen, dass das Leben auf der Erde lebenswert bleibt.

Die 17 Ziele für eine lebenswerte Welt der Vereinten Nationen helfen uns.

Wir bieten viele Führungen in die Natur an.

Wir entdecken gemeinsam Pflanzen, Tiere und Lebensräume.

Zusammen überlegen wir, wie man der Natur helfen kann.

Wir wollen auch in Zukunft eine kunterbunte Vielfalt.

Eine gute Bildung ist uns wichtig. Dann weiß jede und jeder, was zu tun ist.

Bei uns können alle Menschen – Kinder und Erwachsene, Menschen mit und ohne besondere Bedarfe – mitmachen.

Wir arbeiten auch mit anderen zusammen. Gemeinsam ist man stark und kann viel schaffen.

Weitere Informationen in einfacher Sprache zu unseren Angeboten erhalten Sie über den Button.

Unser Leitbild – ausführlich

Das sind wir! – BNE-Regionalzentrum im Kreis Borken

Die Stiftung Natur und Landschaft Westmünsterland (Stiftung NLW) ist das Regionalzentrum für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Kreis Borken. Als BNE-Regionalzentrum sind wir an drei außerschulischen Lernorten und im schulischen Umfeld aktiv. Die außerschulischen Lernorte an der Biologischen Station Zwillbrock, im Tiergarten Schloss Raesfeld und im Biotopwildpark Anholter Schweiz sind geprägt durch die charakteristischen Landschaftsräume des Westmünsterlandes. In der Natur sowie in Schulungs- und Klassenräumen schaffen wir vielfältige Erfahrungs- und Lerngelegenheiten. Der nachhaltige und verantwortungsbewusste Umgang mit der Natur ist uns wichtig. Daher achten wir sowohl in den Bildungsangeboten sowie bei unserer Öffentlichkeitsarbeit und bei der Organisation interner Abläufe mit allen Mitarbeiter*innen gemeinsam auf einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

Das ist unser Ziel! – Hochwertige Bildung

Mit unserer Arbeit orientieren wir uns an dem Konzept BNE und leisten einen aktiven Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Wir setzen Impulse zum Aufbau und zur Weiterentwicklung von nachhaltigkeitsbezogenen Kompetenzen zur Gestaltung einer lebenswerten Welt. Der Schwerpunkt unserer Bildungsarbeit liegt in den Themenfeldern Naturschutz, Biodiversität und Klimaschutz. Aufbauend auf direkten Naturerfahrungen in den Landschaftsräumen Moor, Heide, Gewässer, Wald und Wiese befähigen wir Teilnehmende zu einem zukunftsorientierten Denken und einem nachhaltigen Handeln.

Das sind unsere Zielgruppen! – Lebenslanges Lernen

Im Sinne eines lebenslangen Lernens bieten wir Veranstaltungen vom Elementarbereich bis zur Erwachsenenbildung an. Unser Schwerpunkt liegt dabei im Bereich der schulischen Bildung. Unsere Bildungsangebote sind individuell auf die Bedürfnisse und den Wissenstand der Teilnehmenden abgestimmt. Dabei berücksichtigen wir besondere Bedarfe unserer Teilnehmenden und machen inklusive Veranstaltungen möglich. Wir begreifen uns als lehrende und lernende Organisation. Daher ist es uns wichtig, unsere Arbeit im Team regelmäßig zu reflektieren und weiter zu entwickeln. In unseren Veranstaltungen und im Kontakt mit unseren Teilnehmenden, Partner*innen und Kolleg*innen pflegen wir einen wertschätzenden und respektvollen Umgang und eine geschlechtergerechte Sprache.

Das sind unsere Partner! – Gemeinsam stark

Wir möchten möglichst vielen Menschen eine Teilhabe an einer BNE ermöglichen. Deshalb bauen wir aktiv Netzwerke mit verschiedensten Partner*innen auf. Wir laden andere Bildungsakteure, Politik und Wirtschaft ein, mit uns zusammenzuarbeiten und Kräfte im Sinne einer BNE zu bündeln. Wir arbeiten konstruktiv und zielorientiert mit dem BNE-Landesnetzwerk zusammen und unterstützen tatkräftig das Landesprogramm „Schule der Zukunft“. So gelingt es uns gemeinsam BNE horizontal und vertikal in der Bildungslandschaft und der Region zu verankern.

Unser Leitbild setzen wir in allen Tätigkeiten als BNE-Regionalzentrum um. Informationen sowie Links und aktuelle Nachrichten zu unseren Hauptaufgaben erhalten Sie über den Button.

Unser Pädagogisches Konzept

Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit

Die Stiftung Natur und Landschaft Westmünsterland (Stiftung NLW) ist das Regionalzentrum für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Kreis Borken. Als BNE-Regionalzentrum haben wir uns eine ganzheitliche und transformative Bildung zum Ziel gesetzt, die sowohl Lerninhalte und zu erwerbende Kompetenzen, als auch die Didaktik und das Potential der gegebenen Lernumgebung berücksichtigt.

Unsere Bildungsangebote stehen im Kontext der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und berücksichtigen die 17 Ziele und 5 Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung. Eine gute Bildung sehen wir als unabdingbare Voraussetzung dafür an, bei der Gestaltung einer lebenswerten Zukunft zielgerecht mitwirken zu können. Daher möchten wir unsere Teilnehmenden durch unsere BNE-Bildungsangebote dazu befähigen, nachhaltigkeitsrelevante Themen in ihrer Komplexität zu verstehen, zu bewerten und verantwortungsvolle und zukunftsfähige Entscheidungen treffen zu können.

Aufbauend auf direkten Naturerfahrungen fördern wir im Sinne der Zielsetzung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung den Erwerb und die Weiterentwicklung von Handlungs- und Gestaltungskompetenzen. Dabei befasst sich der Großteil unserer Bildungsangebote mit Inhalten aus den Themenfeldern Naturschutz, Biodiversität und Klimaschutz. Der Umgang mit den aktuellen und zukünftigen komplexen Herausforderungen von Nachhaltigkeit erfordert es, mit unterschiedlichen Interessenlagen, Bewertungen, und Zielkonflikten umzugehen. Wir sehen es als unseren Auftrag an, unsere Kenntnisse im Bereich einer Bildung für nachhaltige Entwicklung weiterzugeben, diese aber auch zur Diskussion zu stellen. In unserer pädagogischen Arbeit beachten wir die Grundsätze des Beutelsbacher Konsenses.

Wir verstehen uns bei der Durchführung unserer Angebote als Lernbegleitung und pflegen einen respektvollen Umgang mit unseren Teilnehmenden. Wir berücksichtigen die Lebenswirklichkeit und den Alltag der Teilnehmenden. Wir unterstützen sie durch einen partizipativen Rahmen und gezielte Fragestellungen darin, selbst Antworten zu finden, sich eine eigene Meinung zu bilden, die eigene Selbstwirksamkeit zu erkennen und aktiv zu werden.

Wir entwickeln unsere Angebote stetig weiter und berücksichtigen dabei aktuelle Kenntnisse und Erkenntnisse einer BNE und aus den verschiedenen Themenfeldern.

Unsere Lernorte

Für unsere Bildungsarbeit stehen uns im Kreis Borken die drei außerschulischen Lernorte an der Biologischen Station Zwillbrock, im Tiergarten Schloss Raesfeld und im Biotopwildpark Anholter Schweiz zur Verfügung. Diese sind gekennzeichnet durch unterschiedliche landschaftliche Besonderheiten und umfassen insgesamt die charakteristischen Landschaftsräume des Westmünsterlandes. Wir berücksichtigen in unseren Angeboten die jeweiligen landschaftlichen Besonderheiten der einzelnen Standorte und ermöglichen ein authentisches Lernen in der Natur.

Unsere außerschulischen Lernorte sind flächenwirksam im Kreis Borken verteilt und ermöglichen so möglichst vielen Menschen eine Teilhabe an unseren Bildungsangeboten. Auf Anfrage führen wir zudem Veranstaltungen auch im unmittelbaren Umfeld interessierter Einrichtungen durch.

Am außerschulischen Lernort Biologische Station Zwillbrock in Vreden bieten wir insbesondere Veranstaltungen zu den Landschaftsräumen Moor, Heide, Grünland und Kleingewässer an. Ebenso thematisieren wir hier das Vorkommen der nördlichsten Flamingo Kolonie der Welt. Der außerschulische Lernort im Tiergarten Schloss Raesfeld ist gekennzeichnet durch abwechslungsreiche Waldgebiete und verschiedene Gewässer. Die Landschaftsräume Wald und Fließgewässer stehen hier im Fokus unser Bildungsangebote. Der außerschulische Lernort Biotopwildpark Anholter Schweiz in Isselburg ist in insgesamt 7 Wald-Biotope gegliedert. Der Schwerpunkt unser Bildungsangebote liegt hier auf der Artenvielfalt (ehemals) heimischer Waldtiere in den unterschiedlichen Lebensräumen.

An allen drei Lernorten stehen neben einem weitläufigen Außengelände auch Seminarräume mit moderner Präsentationstechnik für unsere Bildungsarbeit zur Verfügung. In Zwillbrock und Raesfeld wird das Angebot weiterhin durch interaktive Dauerausstellungen ergänzt. Verschiedenste Exponate verdeutlichen die Veränderung der Landschaft des Westmünsterlands von der Steinzeit bis heute sowie den Einfluss des Menschen. Die außerschulischen Lernorte in Zwillbrock und Raesfeld sind zudem nach dem Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ auf Barrierefreiheit geprüft. Die örtlichen Gegebenheiten der außerschulischen Lernorte ermöglichen somit auch inklusiven Gruppen eine Teilhabe.

Mehrperspektivität und Handlungsfelder einer nachhaltigen Entwicklung

Bei unseren Bildungsangeboten steht meist der Aspekt der Ökologie im Vordergrund. Jedes Angebot greift zudem immer eine bzw. mehrere der übrigen Dimensionen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung auf. Zusammenhänge zwischen Ökologie, Ökonomie, Soziales, Kultur und Politik werden identifiziert und analysiert. Vorhandene Konfliktfelder und unterschiedliche Interessenslagen werden erarbeitet und offen dargelegt. Verschiedene fachliche und zeitliche Perspektiven werden berücksichtigt. Die Teilnehmenden werden ermutigt, kritisch, aber auch lösungsorientiert zu denken, ihre eigene Meinung und Wertevorstellung zu reflektieren und eigene Handlungsoptionen zu erörtern.

Wir sind davon überzeugt, dass BNE-Aktivitäten generell auf allen Ebenen und in allen Bereichen von Bildung und nachhaltiger Entwicklung durchzuführen sind. Daher sind wir als BNE-Regionalzentrum in allen fünf Handlungsfeldern einer nachhaltigen Entwicklung1 aktiv. In unseren Bildungsangeboten konzentrieren wir uns auf die folgenden Bereiche und strategischen Ziele: Die Kompetenzentwicklung bei Lehrenden und Multiplikatoren (Handlungsfeld 3) und die Stärkung und Mobilisierung der Jugend (Handlungsfeld 4). Die politische Unterstützung (Handlungsfeld 1), eine ganzheitliche Transformation von Lern- und Lehrumgebungen (Handlungsfeld 2) sowie die Förderung nachhaltiger Entwicklung auf lokaler Ebene (Handlungsfeld 5) forcieren wir durch eine Mitwirkung in verschiedenen Kooperationen und Netzwerken.

Zielgruppen

Zur Stärkung und Mobilisierung der Jugend liegt der Schwerpunkt unserer Bildungsarbeit im Bereich der schulischen Bildung. Unsere Bildungsangebote wenden sich an Lerngruppen aller Schulformen und umfassen Angebote sowohl für den Bereich der Primarstufe, als auch der Sekundarstufe I und Sekundarstufe II. Nach individueller Absprache ermöglichen wir auch inklusiven Lerngruppen eine Teilhabe. Bei der inhaltlichen und didaktischen Ausrichtung von Angeboten für Schulklassen orientieren wir uns an der Leitlinie BNE des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen2 sowie an den curricularen Vorgaben, insbesondere den Inhalten und Kompetenzerwartungen der Kernlehrpläne der verschiedenen Schulformen.

Ebenso berücksichtigen wir bei der Konzipierung unserer Angebote den Bedarf der Schulen aus der Region an Kurzzeit-Angeboten, die sich in den regulären Unterricht integrieren lassen. In der Regel umfassen unsere auf die Schülergruppen zugeschnittenen Angebote daher einen zeitlichen Rahmen von 2,5 – 3 Stunden.

Für die inhaltliche Vor- und Nachbereitung einer BNE-Bildungsveranstaltung, aber auch zur Vertiefung eines Themas im Unterricht stellen wir den Lehrkräften mobile und digitale Lernangebote zur Verfügung.

In unseren Angeboten für Lehrende und Multiplikator*innen unterstützen wir die Teilnehmenden darin, ihre eigene Lehrtätigkeit zu reflektieren und gewonnene Erkenntnisse für die eigene Professionsentwicklung nutzbar zu machen.

Methoden, Materialien und Medien sowie Kompetenzen

Im Prozess des lebenslangen Lernens ermöglicht der kontinuierliche Aufbau von BNE-Schlüsselkompetenzen3 eine aktive Teilhabe an lokalen und globalen Transformationsprozessen. Mit unseren Angeboten für unterschiedliche Altersgruppen fördern wir den Erwerb dieser übergreifenden, multifunktionalen und kontextunabhängigen Kompetenzen. Dabei berücksichtigen wir die Kompetenzdimensionen der Fachkompetenzen, Methodenkompetenzen, Sozialkompetenzen und Selbstkompetenzen.

Wir passen unsere Bildungsangebote der jeweiligen Zielgruppe und Gruppengröße an und greifen dabei auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Methoden und Materialien zurück. Dadurch eröffnen wir unterschiedliche Zugänge zu einem Thema und werden den unterschiedlichen Fähigkeiten, Kenntnissen und Bedürfnissen unserer Teilnehmenden gerecht. Wir bieten Freiräume zu selbstorganisiertem bzw. kooperativem Lernen und entwickeln alters- und lernstufengemäß adäquate Lernwege.

Wesentlicher Bestandteil unserer Angebote für Schüler*innen ist das didaktische Prinzip des forschend-entdeckenden Lernens, beispielsweise durch ein bewusstes Erleben der Natur mit allen Sinnen, im Rahmen von freien oder angeleiteten Naturbeobachtungen, der Analyse von Bildern oder dem Lernen an Stationen. Gleichzeitig verfolgen wir einen handlungs- und lösungsorientierten Ansatz und werden beispielsweise bei natur-praktischen Arbeiten selbst aktiv. Naturerlebnisspiele und Rollenspiele dienen einer positiven motivationalen Lernerfahrung und der Stärkung der Aktivität und Reflexivität der Teilnehmenden.

Zur Unterstützung des Lernprozesses nutzen wir vielfältige analoge und digitale Materialien und Medien, wie z.B. Naturmaterialien und daraus hergestellte Produkte, aber auch Becherlupen, Mikroskope und Bestimmungsbücher bzw. -Apps. Zudem kommen Tablets und eine moderne Präsentationstechnik zum Einsatz.

Wir achten im Ablauf des jeweiligen Bildungsangebotes stets auf eine Kombination verschiedener Methoden und Materialien sowie einen Wechsel in den Sozialformen, wie der Einzel-, Team- und Gruppenarbeit. In aufeinander aufbauenden Arbeitsphasen werden unterschiedliche Kompetenzen gefördert. An Phasen, in denen die Schüler*innen angeleitet oder eigenständig Inhalte erarbeiten, schließen Phasen an, in denen eine Sicherung der Lernergebnisse erfolgt. Die Präsentation von Lernergebnissen vor den Mitschüler*innen läutet eine gemeinsame Reflexion ein, welche mithilfe von Gesprächskreisen, Diskussionsrunden sowie dem Sammeln von Ideen für eigene Handlungsoptionen einhergeht. Der Aspekt der Partizipation kommt insbesondere bei solchen Methoden zum Tragen, bei denen die Teilnehmenden selbst aktiv werden, zwischen verschiedenen Optionen wählen können oder gemeinsam Entscheidungen treffen. Offene Evaluationsrunden am Ende einer Veranstaltung ermöglichen es den Teilnehmenden, durch ihr Feedback Einfluss auf die Gestaltung zukünftiger Angebote zu nehmen.

Durch die Kombination spezifischer Inhalte, ausgewählter Methoden und Materialien und Arbeitsformen entstehen interaktive Veranstaltungen, in denen die Kompetenzen der Schüler*innen in den Anforderungsbereichen der Reproduktion, des Transfers und der Beurteilung gefördert werden. Sie lernen beispielsweise Informationen aus unterschiedlichen Materialien zu entnehmen, Fachwissen unter Verwendung von Fachausdrücken wiederzugeben und Sachverhalte zu beschreiben. Sie erweitern ihre Fähigkeit unterschiedliche Zusammenhänge sinnvoll zu verknüpfen und einzuordnen, diese zu erklären und zwischen Sach- und Werturteilen zu unterscheiden. Dabei werden verschiedene Dimensionen einer BNE sowie raumspezifische Sachverhalte einbezogen. Weiterhin werden sie befähigt, die eigene Urteilsbildung zu reflektieren und Kenntnisse und Erkenntnisse problemorientiert in Handlungen umzusetzen.

Kooperationen und Netzwerke

Die Stiftung NLW arbeitet eng mit regionalen und überregionalen Kooperationspartner*innen zusammen und engagiert sich in verschiedenen Netzwerken.

In Kooperation mit dem Bildungswerk der Biologischen Station Zwillbrock e.V.  und dem Kreis Borken ist die Stiftung NLW als BNE-Regionalzentrum im Landesnetzwerk BNE anerkannt. Die Biologische Station Zwillbrock und ihr Bildungswerk sind etablierte Umweltbildungseinrichtungen, deren Bildungsangebote Grundlage für die Arbeit der Stiftung NLW als BNE-Regionalzentrum sind und im Sinne einer BNE weiterentwickelt wurden und werden. Durch den engen Austausch fließen Weiterentwicklungen auch in die Erwachsenenbildung des Kooperationspartners ein. Über die Zusammenarbeit mit dem Kreis Borken ist eine enge Vernetzung mit den Bildungsstrukturen des Kreises Borken bis in die politischen Ebenen gewährleistet. Die Kooperation mit beiden externen Partner*innen ermöglicht es uns, BNE-Bildungsangebote flächenwirksam im Kreis Borken an verschiedenen Standorten anzubieten und ein breites Publikum zu erreichen.  

Wir unterstützen aktiv das Landesprogramm „Schule der Zukunft“, das Schulen in NRW auf ihrem Weg zu nachhaltigen Einrichtungen begleitet und eine ganzheitliche Transformation von Lern- und Lehrumgebungen anstrebt. Unser Netzwerk „Schule der Zukunft im Kreis Borken“ bietet Schulen im Kreis Borken die Möglichkeit, sich mit anderen Schulen und externen Partnern auszutauschen und gemeinsame Formate zu entwickeln und umzusetzen. Ziel unserer engagierten Mitarbeit in verschiedenen regionalen und überregionalen Bildungs-Netzwerken und Arbeitskreisen, unserer Öffentlichkeitsarbeit und unserer Zusammenarbeit mit Akteuren aus der Wirtschaft ist die Förderung nachhaltiger Entwicklung auf lokaler, regionaler und überregionaler Ebene.

Unser Team pädagogischer Mitarbeiter*innen

Das Team des BNE-Regionalzentrums der Stiftung Natur und Landschaft Westmünsterland besteht aus Naturwissenschaftler*innen und Pädagog*innen unterschiedlicher fachlicher Hintergründe. Alle Mitarbeiter*innen verfügen über mehrjährige Erfahrung im Bereich der Natur- bzw. Umweltpädagogik und/oder Kinder- bzw. Erwachsenenbildung. Zudem verfügen sie über ein solides und aktuelles Fachwissen sowie die Fähigkeit, dieses auch verständlich und sprachlich korrekt zu artikulieren. Sie sind in der Lage, Veranstaltungen und Angebote selbständig zu planen und durchzuführen, zu präsentieren und zu moderieren. Durch ein hohes Maß an Sensibilität und Flexibilität können sie sich auf jede Gruppe einstellen und diese individuell je nach Alterszusammensetzung, Vorkenntnissen und Interessenschwerpunkten begleiten. Die Mitarbeiter*innen führen einen freundlichen, offenen und sicheren Umgang mit den Teilnehmenden. Nicht vorhersehbare Schwierigkeiten und Probleme werden erfasst und ergebnisorientiert und zeitnah gelöst. Ein hohes Maß an Motivations-, Begeisterungs- und Teamfähigkeit sowie Kritik-, Konflikt- und Konsensfähigkeit ist für uns selbstverständlich. Uns ist es zudem besonders wichtig, unsere Arbeit im Team regelmäßig zu reflektieren und unsere eigenen Kompetenzen durch interne und externe Schulungen zu erweitern.

1 UNESCO (2014): Roadmap zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Deutsche Übersetzung

2 Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen (2019): Leitlinie Bildung für nachhaltige Entwicklung, Schule in NRW – Heft Nr. 9052

3 UNESCO (2017): Education for Sustainable Development Goals: Learning Objectives

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Gemeinsam aktiv für die 17 Ziele (c) Stiftung NLW

Mehr Informationen zu unserem umfangreichen Angebot an BNE-Bildungsveranstaltungen sowie zu unseren mobilen und digitalen Angeboten für Schulkassen und Multiplikator*innen erhalten Sie über den Button.

Unsere Checkliste für Nachhaltigkeit

Unsere Definition von Nachhaltigkeit

Die Natur an sich stellt einen Wert mit eigener Existenzberechtigung dar und ist die Lebensgrundlage für uns alle. Nachhaltigkeit bedeutet für uns als Stiftung NLW daher ganz zentral den Erhalt der Artenvielfalt und den Erhalt bedrohter Lebensräume sowie den nachhaltigen und verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur. All unser Denken und Handeln ist bestrebt, die eigenen Interessen zu vertreten ohne die Lebensgrundlagen jetziger und künftiger Generationen und Lebewesen zu gefährden. Vielmehr gilt es eine lebenswerte Zukunft für alle mitzugestalten. Dabei berücksichtigen wir die Verflechtung von ökologischen, politischen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Entwicklungen. Unsere Bestrebungen orientieren sich zudem an den 17 Zielen für Nachhaltigkeit der Vereinten Nationen. Nachhaltiges Handeln setzen wir sowohl in den Bildungsangeboten und der Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung NLW, als auch bei der Organisation interner Abläufe und mit allen Mitarbeiter*innen gemeinsam um.

Unsere Checkliste für Nachhaltigkeit im Prozess

Die „Checkliste für Nachhaltigkeit im Prozess“ überführt die Leitlinie der Stiftung NLW in konkrete Handlungen und Maßnahmen und dient der Orientierung, Überprüfung und Weiterentwicklung der eigenen Arbeit. In regelmäßigen Abständen werden die Checkliste und die Leitlinie als Basis der Arbeit des BNE-Regionalzentrums der Stiftung NLW auf ihre Aktualität, Effektivität und Optimierungspotentiale geprüft und gegebenenfalls überarbeitet.

Die Stiftung NLW hat ihren Sitz in der Biologischen Station Zwillbrock e.V. und nutzt deren Infrastruktur, inklusive der Räumlichkeiten, der Ausstellung und des Außengeländes. Die Checkliste ist daher in Kooperation mit dem Bildungswerk der Biologischen Station Zwillbrock e.V. erstellt worden.

Die aktuelle Checkliste mit Informationen zur Organisation bezüglich der Ausstattung der Einrichtung, zu den Mitarbeitenden und zu den Veranstaltungen erhalten Sie über den Button.

Bunte Vielfalt: Orchideenwiese (c) Biologische Station Zwillbrock
Bunte Vielfalt: Orchideenwiese (c) Biologische Station Zwillbrock

Sie haben Fragen, Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge? Melden Sie sich, wir informieren Sie gerne und sind bemüht, uns stets weiterzuentwickeln. 

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Zeit haben genau hinzuschauen (c) Bildungswerk BS Zwillbrock

In unseren Veranstaltungen steht der Gedanke im Mittelpunkt, dass wir Verantwortung für das eigene Leben, aber auch für alle heutigen und zukünftigen Lebewesen auf unserem Planeten tragen. Wir möchten die Kompetenzen zu ökologischem, ökonomischem, sozialem und kulturellem Handeln fördern.

In unseren Bildungsangeboten steht der Gedanke im Mittelpunkt, dass wir Verantwortung für das eigene Leben, aber auch für alle heutigen und zukünftigen Lebewesen auf unserem Planeten tragen. Aufbauend auf direkten Naturerfahrungen möchten wir Teilnehmende zu einem zukunftsorientierten Denken und einem
nachhaltigen Handeln befähigen.

Zeit haben genau hinzuschauen (c) Bildungswerk BS Zwillbrock